Klärschlammverwertung

Klärschlamm ist die Bezeichnung für ausgefaulten Schlamm aus Kläranlagen. Im Ausgangszustand ist er dünnflüssig und dunkel gefärbt. Er ist reich an Nähr- und Humusstoffen, da die Bakterien in der biologischen Stufe die Abwasserinhaltsstoffe zum Aufbau der Biomasse verwenden. Darin enthalten sind Stickstoff, Phosphat, Kalium, Calcium sowie Magnesium. Klärschlamm wird als natürliches Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt.

Der Klärschlamm wird in zwei unterschiedlichen Formen genutzt

Verregnung von Klarwasser mit Klärschlamm: Entsprechend den Vorgaben der Abfallklärschlamm- und Düngeverordnung wird dem zur Verregnung kommenden Klarwasser in der Zeit, in der Nährstoffe von den Pflanzen aufgenommen werden können, ausgefaulter Klärschlamm hinzugefügt. Dadurch wird die Hälfte des auf der Kläranlage bei der Abwasserreinigung anfallenden Klärschlamms als Dünger verwertet.

Verteilung des entwässerten Klärschlamms: Der nicht in der Verregnung zu verwertende Klärschlamm wird auf der Kläranlage entwässert und auf Flächen außerhalb des Verbandsgebietes landwirtschaftlich genutzt und dient auch in dieser Form als Düngemittel.

Die gute Qualität des zur Verwertung kommenden Klärschlamms und der verantwortungsbewusste Umgang damit spiegeln sich in der Tatsache wider, dass dem Abwasserverband Braunschweig bundesweit erstmalig das Zertifikat zur „Qualitätssicherung Landbauliche Abfallverwertung“ (QLA) in den Kategorien Ausgangsstoffe, Endprodukte und Anwendungskonzeption der Gesellschaft für Qualitätssicherung Landbauliche Abfallverwertung mbH im Jahre 2006 verliehen wurde.