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Allgemeine Daten
Inbetriebnahme: Ende 1993 Umbau: 2002 ausgelegt für 240 m³/d
Verfahrensbeschreibung
Die Stadt Braunschweig hat von 1967 bis 2000 im Stadtteil Watenbüttel eine hoch verdichtete Feststoffdeponie als zentrale Abfallentsorgungsanlage betrieben. Die Deponie wurde mit Hausmüll und hausmüllähnlichem Industrieabfall beschickt.
Nach zweimaliger Erweiterung um die Schüttfelder II und lla wurde im Jahr 1990 die Genehmigung zum Bau und Betrieb des 3. Schüttfeldes beantragt. Die Genehmigung wurde mit der Auflage erteilt, eine Sickerwasserreinigungsanlage zu errichten und zu betreiben. Die Sickerwasserreinigungsanlage sollte in der Lage sein, sowohl die Sickerwassermengen und -qualitäten aus den alten Schüttfeldern l, II und lla als auch aus dem neuen Schüttfeld III abarbeiten zu können. Nach Vorbehandlung in der Sickerwasserreinigungsanlage (SWKA) entsprechend der gesetzlichen Auflagen sollte das Sickerwasser in die kommunale Kläranlage Steinhof des Abwasserverbandes Braunschweig eingeleitet werden.
Als Reinigungsverfahren wurde die Kombination aus vor geschalteter Schwachlastbiologie mit weitreichender Stickstoffstoffelimination, nasschemischer Behandlung mit Ozon und nachgeschalteter Biologie errichtet und betrieben. In den Folgejahren wurde das Reinigungsverfahren mehrfach vereinfacht.
Derzeit wird das Sickerwasser nach Speicherung im Rohsickerwasserspeicher einer Membranbiologie zugeführt. Dort werden die biologisch abbaubaren Substanzen weitestgehend entfernt. Der erforderliche Sauerstoff wird über eine Druckbelüftung zugeführt. Zur pH-Wert-Stabilisierung wird Soda dosiert. Das nahezu feststofffreie biologisch vorbehandelte Sickerwasser wird nach Zwischenspeicherung über eine Aktivkohlefiltration nachgereinigt.
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