Nährstoffgewinnung & thermische Desintegration

Das Projekt beschäftigt sich mit einem Kombinationsverfahren zur Rückgewinnung von Phosphor und Stickstoff bei gleichzeitiger Energieoptimierung der Kläranlage.

Ziel des Projektes

  • Energetisch optimierte Schlammbehandlung mit erhöhter Faulgasausbeute und erhöhter Stromproduktion
  • Entlastung der Kläranlage mit den Nährstoffen Stickstoff und Phosphor
  • Rückgewinnung der Nährstoffe aus dem Abwasser für den späteren Einsatz als Düngemittel
  • Verbesserung des Nährstoff- und Abwasserrecycling

 

Kurzbeschreibung des Verfahrens
In einer Zentrifugenanlage wird ausgefaulter Überschussschlamm auf circa 15 Prozent Trockenrückstand entwässert und direkt einer thermischen Desintegration zugeführt, in der mittels Druckhydrolyse eine Erhöhung des abbaubaren Anteils des Schlamms erreicht wird. Damit fällt eine höhere Menge an Faulgas an, gleichzeitig sinkt die zu entsorgende Schlammmenge. Die beim Zentrifugieren anfallende hoch nährstoffreiche Flüssigkeit – das Zentrifugat – wird nacheinander den beiden Nährstoffrückgewinnungsstufen, der Magnesium-Ammonium-Phosphat-Fällung und der Ammoniak-Strippung, zugeführt. Sowohl das dabei gewonnene Magnesium-Ammonium-Phosphat als auch das Ammoniumsulfat sind von hoher Qualität und zum Einsatz als Düngemittel geeignet.

Eine genauere Abhandlung finden Sie hier: Projektbeschreibung (PDF)

 

Förderung
Das Bundesumweltministerium fördert dieses Projekt mit rund 2 Mio. Euro im Zuges des Umweltinnovationsprogramms.

 

Projektzeitraum
2014 bis 2019