Corona-Pandemie und Abwasserverregnung

In Deutschland und großen Teilen der Welt unterliegt das öffentliche und private Leben im Kampf gegen die Ausbreitung der CORONA-Pandemie weiterhin großen Einschränkungen. Teilweise gibt es erste vorsichtige Lockerungen der Maßnahmen.

Ein wiederkehrendes Thema in diesem Zusammenhang ist die Frage, wie sich das Virus verbreitet und welche Ansteckungswege es gibt. Über Abwasser und die vom Verband betriebene Abwasserverregnung verbreitet sich nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung das Virus jedenfalls nicht. Dies hat Prof. Dr. Christian Drosten, Virologe der Berliner Charité, in seinem täglichen NDR INFO-Podcast am 25. März und 7. April umfassend erläutert. Die Virus-RNA ist zwar im Stuhl von Patienten nachweisbar, es konnte aber kein infektiöses Virus isoliert werden.

Dies entspricht auch den aktuellen Forschungsergebnissen des Virologischen Instituts der Universitätsklinik Bonn, die aktuell im Kreis Heinsberg gewonnen wurden: Die Virusübertragung über das Abwasser ist nicht nachweisbar. Es wurden zwar Coronaviren im Abwasser gefunden, diese waren aber alle nicht vermehrungsfähig, können also keine Covid-19-Erkrankung mehr verursachen. Dafür gibt es eine plausible Begründung: Das SARS-Coronavirus-2 ist ein behülltes Virus, das im Gegensatz zu den im Abwasser vorkommenden unbehüllten Viren (zum Beispiel Noroviren) nicht längere Zeit im Abwasser überleben kann.

Selbstverständlich wurden auch beim Abwasserverband Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu erhalten und zu schützen. Schließlich gilt es, den Betrieb des Verbandes mit seiner prioritären Aufgabe der Abwasserentsorgung aufrechtzuerhalten. Im Arbeitsablauf müssen von allen bestimmte Verhaltensregeln beachtet werden. Basis ist, wie überall, das gründliche Händewaschen für mindestens 30 Sekunden mehrmals täglich. Außerdem sind direkte Kontakte möglichst zu unterbinden, Abstände bei Begegnungen einzuhalten. Zudem wird in besonders neuralgischen Bereichen, wie der Elektrowerkstatt, die auch für die Pumpwerke zuständig ist, in festen Teams gearbeitet. So ist sichergestellt, dass auch bei einem Krankheitsfall in einem Team das andere sicher weiter für funktionierende Pumpwerke sorgen kann.  Ferner sind besondere Hygiene-Regeln zur Bedeckung von Mund und Nase, beim Betreten bestimmter Räume und dem Nutzen von Fahrzeugen aufgestellt worden. Desinfektionsmittel befinden sich nicht nur bei allen Handwaschbecken, sondern auch in Fahrzeughallen und Werkstätten. Darüber hinaus tagt beim Verband regelmäßig ein interner Krisenstab, der die aktuelle Lage beurteilt und daraus ggf. weitere Maßnahmen ableitet.

„Wir bemühen uns, durch flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Angeboten den Mitarbeitenden bestmöglichen Schutz zu bieten. Gleichzeitig geht es bei einigen Beschäftigten auch darum, die Betreuung von Kindern zu ermöglichen. Insgesamt bin ich froh sagen zu können, dass die Mitarbeitenden sich diszipliniert an die Regeln halten“, führt die Geschäftsführerin des Abwasserverbandes Braunschweig Dr. Franziska Gromadecki aus.

Eingeschränkte Erreichbarkeit des Verbandes aufgrund der CORONA-Pandemie